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FileFerry — Bedienungsanleitung

Dateien übertragen und auf demselben Server ein Terminal öffnen. Diese Anleitung beschreibt alles, was das Programm kann — in der Reihenfolge, in der man es üblicherweise braucht.

1 — Der erste Start

FileFerry zeigt links eine Seitenleiste mit Ihren Servern, rechts die Arbeitsfläche. Solange keine Verbindung offen ist, steht dort der Begrüßungsbereich mit den sieben Protokollen.

Das Fenster von FileFerry: links die Seitenleiste mit Servern, teils zu Gruppen aufgeklappt und mit ihren Verbindungen; rechts der Begrüßungsbereich mit den Zeichen der sieben Protokolle.
Links die Server, hier teilweise aufgeklappt. Unter einem aufgeklappten Server stehen seine Verbindungen — beim QNAP sind es sechs. Ganz unten die Knöpfe zum Anlegen, zum Umsortieren und für die Einstellungen.

Für einen neuen Zugang sind drei Schritte nötig: einen Server anlegen, eine Verbindung dazu anlegen, verbinden.

Der Unterschied zwischen Server und Verbindung ist der Kern der Bedienung. Ein Server ist die Maschine — Adresse, Name, Notizen. Eine Verbindung ist ein Weg dorthin: ein Protokoll, ein Benutzername, ein Passwort, ein Startverzeichnis. Zu einem Server können mehrere Verbindungen gehören.

Wozu mehrere Verbindungen zu einem Server?

Weil derselbe Rechner oft mehrere Zugänge hat. Ihr Webhoster bietet FTP für die Seiten und SSH für die Wartung. Ihr NAS spricht SMB im eigenen Netz und SFTP von außen. Ein Server, zwei oder drei Verbindungen — und jede merkt sich ihr eigenes Verzeichnis, ihre eigene Fenstergröße und ihre eigenen Spaltenbreiten.

2 — Server und Verbindungen

Server anlegen

Unten in der Seitenleiste steht Server hinzufügen. Nötig sind zwei Angaben:

Das Fenster ‚Neuer Server‘ mit den Feldern Anzeigename und Hostname / IP, darunter der Bereich Organisation mit einem Notizfeld.
Anzeigename und Adresse genügen. Klicken Sie das Bild an, um es größer zu sehen.
FeldBedeutung
Anzeigename Wie der Server bei Ihnen heißen soll. Frei wählbar, etwa „Webserver“ oder „NAS Keller“.
Hostname / IP Die Adresse. Entweder ein Name wie meinserver.de oder eine Nummer wie 192.168.0.72.
Notizen Optional. Platz für alles, was Sie sich merken wollen.
Kein https:// im Adressfeld

Dort gehört nur der Name hin, also meinserver.de und nicht https://meinserver.de. Ob verschlüsselt übertragen wird, entscheidet der Schalter in der Verbindung, nicht die Schreibweise der Adresse.

Verbindung anlegen

Ein Server, der aufgeklappt ist, zeigt darunter seine Verbindungen und ganz unten Verbindung hinzufügen. Welche Felder erscheinen, hängt vom gewählten Protokoll ab. Diese gibt es bei allen:

Das Fenster ‚Neue Verbindung‘ für FTP: Protokoll, Bezeichnung, Port und Pfad auf dem Server, darunter die Authentifizierung mit Methode, Benutzername und Passwort, ganz unten das Verhalten beim einfachen Klick.
Die Maske für eine FTP-Verbindung. Bei anderen Protokollen wechseln die Felder — SFTP zeigt hier die Schlüssel, S3 den Bucket und die Region.
FeldBedeutung
Protokoll FTP, FTPS, SFTP, WebDAV, SMB, S3 oder SSH.
Bezeichnung Optional. Nützlich, wenn zu einem Server mehrere Verbindungen gehören — etwa „Admin“ und „Webspace“.
Port Wird beim Wechsel des Protokolls automatisch gesetzt. Nur ändern, wenn Ihr Anbieter einen anderen nennt.
Pfad auf dem Server Das Verzeichnis, in dem die Verbindung öffnen soll. / ist die Wurzel.
Methode Passwort oder anonym. Bei SFTP steht hier zusätzlich der SSH-Schlüssel zur Wahl.
Benutzername Ihr Konto auf dem Server.
Passwort Landet im Schlüsselbund von macOS, nicht in der Datenbank.
Aktion bei einfachem Klick Ob ein Klick in der Seitenleiste sofort verbindet oder erst die Angaben der Verbindung zeigt.

Gruppen und Reihenfolge

Gruppen sind eine Sache der Seitenleiste — beim Anlegen eines Servers kommen sie nicht vor. Unten steht Gruppe hinzufügen; danach lassen sich Server hineinziehen, und mehrere Server stehen zusammengefasst untereinander.

Server lassen sich in Gruppen legen und darin sortieren. Der Knopf mit den zwei Pfeilen unten in der Seitenleiste schaltet das Umsortieren ein; danach lassen sich Einträge ziehen. Ein zweiter Klick beendet es.

Ein Server lässt sich auch auf einen Gruppenkopf ziehen — dann wechselt er die Gruppe.

3 — Die Protokolle

FTP und FTPS

FTP überträgt alles im Klartext, auch das Passwort. Im eigenen Netz ist das vertretbar, über das Internet nicht.

FTPS ist dasselbe mit Verschlüsselung. FileFerry benutzt das explizite Verfahren: die Verbindung beginnt unverschlüsselt auf dem gewohnten Port 21 und schaltet dann um. So arbeiten praktisch alle Anbieter.

Selbstsigniertes Zertifikat auf dem NAS?

Das ist normal und FileFerry kommt damit zurecht. Beim ersten Verbinden zeigt es den Fingerabdruck und fragt. Danach wird er bei jeder Sitzung geprüft. Siehe Sicherheit.

SFTP

SFTP läuft über SSH und ist damit vollständig verschlüsselt. Es hat mit FTP nichts zu tun außer dem Namen. Standardport ist 22.

Zur Anmeldung gibt es zwei Wege:

Der private Schlüssel, nicht der öffentliche

Gebraucht wird die Datei ohne die Endung .pub. Die mit .pub gehört auf den Server, nicht in FileFerry.

Ist der Schlüssel mit einer Passphrase geschützt, fragt FileFerry beim Verbinden danach. Auf Wunsch lässt sie sich in der Verbindung hinterlegen, dann wandert sie in den Schlüsselbund.

Nur bei SFTP rechnet FileFerry nach dem Übertragen eine Prüfsumme über die Datei auf dem Server und vergleicht sie mit der lokalen. Das ist der genaueste Nachweis, den es gibt.

WebDAV

WebDAV läuft über HTTP oder HTTPS und wird von Nextcloud, ownCloud und vielen Hostern angeboten. Der HTTPS-Schalter entscheidet über die Verschlüsselung, der Pfad zeigt auf das WebDAV-Verzeichnis — bei Nextcloud etwa /remote.php/dav/files/IhrName/.

SMB

SMB ist das Protokoll der Windows- und NAS-Freigaben. Es hat eine Ebene mehr als die anderen: erst der Server, dann die Freigabe, dann die Verzeichnisse.

Gehört Ihr Konto zu einer Domäne, schreiben Sie den Benutzernamen als DOMÄNE\Benutzer.

Was SMB nicht kann

Dateirechte lassen sich über SMB nicht setzen — die verwaltet der Server selbst. Und zwischen zwei Freigaben kann nicht direkt verschoben werden; dafür laden Sie herunter und wieder hinauf.

S3

S3 ist Objektspeicher. Dort gibt es keine Verzeichnisse: ein Objekt heißt bilder/2026/haus.jpg, und das ist ein Name, in dem die Schrägstriche gewöhnliche Zeichen sind. FileFerry zeigt Ihnen trotzdem einen Baum und rechnet im Hintergrund um.

Eine S3-Verbindung braucht mehr Angaben als die anderen:

FeldWas hineingehört
Hostname Der Endpunkt des Anbieters, ohne https://. Bei Cloudflare R2 etwa <Konto-ID>.r2.cloudflarestorage.com.
Bucket Der Name Ihres Buckets. Eine Verbindung gehört zu genau einem.
Region Bei Amazon etwa eu-central-1, bei Cloudflare R2 auto, bei MinIO oder Garage das, was der Server erwartet.
Bucket im Pfad Aus bei Amazon, an bei MinIO und Garage. Bei R2 und Backblaze geht beides.
Benutzername Der Access Key.
Passwort Der Secret Key.

In der Verbindungsmaske gibt es den Knopf Hilfe zur S3-Einrichtung mit den Angaben der gängigen Anbieter.

Große Dateien

Über 5 Gigabyte schreibt S3 die Übertragung in Teilen vor. FileFerry schaltet von selbst um. Bricht die Leitung ab, merkt es sich, welche Teile angekommen sind, und setzt beim nächsten Anlauf dort fort.

Angefangene Übertragungen kosten Geld

Bleibt eine Teilübertragung liegen, liegen die gesendeten Teile unsichtbar im Bucket — sie erscheinen in keiner Liste und werden bei Amazon trotzdem monatlich berechnet. FileFerry sieht beim Verbinden nach und fragt, ob sie weg sollen.

Was bei S3 fehlt

Ordner umbenennen gibt es nicht. S3 kennt kein Umbenennen; jedes Objekt unter dem Ordner müsste einzeln kopiert und gelöscht werden. Einzelne Dateien lassen sich umbenennen.

SSH

Eine reine SSH-Verbindung zeigt keine Dateilisten, sondern nur ein Terminal. Siehe Das SSH-Terminal.

4 — Das Fenster

Das Hauptfenster hat drei Bereiche.

FileFerry mit offener FTP-Verbindung: links die Seitenleiste, in der Mitte die lokalen Dateien, rechts die Dateien auf dem Server. Darüber je eine Werkzeugleiste, eine Suchzeile und die anklickbare Pfadangabe.
Eine offene Verbindung. Ganz oben der Kopf mit Servername, Protokoll und Port, dem Knopf für den Abgleich und rechts dem Zustand. Darunter beide Seiten mit Werkzeugleiste, Suchzeile, Pfad und Dateiliste.

Über beiden Listen steht je eine Werkzeugleiste, darunter eine Zeile mit dem Suchfeld und darunter der Pfad. Ganz oben über allem läuft die Kopfzeile der Verbindung: Servername, Protokoll und Port, der Knopf Verzeichnisse synchronisieren, und rechts das Verbindungsprotokoll mit der Zahl der Zeilen sowie der Zustand.

Der Punkt neben Verbunden leuchtet grün, solange die Verbindung steht. Das Kreuz daneben trennt sie.

Die Werkzeugleisten

ZeichenWirkung
AugeVersteckte Dateien ein- und ausblenden.
OrdnerOrdner zuerst oder zwischen den Dateien einsortieren. Getrennt für jede Seite, je Verbindung gemerkt.
Ordner mit PlusNeues Verzeichnis anlegen.
PapierkorbDas Ausgewählte löschen.
PfeilHoch- oder herunterladen. Die Zahl daneben nennt, wie viele Einträge ausgewählt sind.

Navigation

Doppelklick öffnet einen Ordner. Der Pfad darüber ist anklickbar: jeder Bestandteil springt dorthin. Der Knopf mit der Uhr zeigt die zuletzt besuchten Verzeichnisse.

Was sich das Fenster merkt

Jede Verbindung öffnet ihr letztes lokales und entferntes Verzeichnis wieder, dazu Fenstergröße, die Aufteilung zwischen den Listen und die Spaltenbreiten. Ob das je Verbindung getrennt geschieht oder für alle gemeinsam, steht in den Einstellungen unter Allgemein.

5 — Dateien übertragen

Auswählen und den Pfeil in der Werkzeugleiste drücken. Ganze Ordner gehen genauso wie einzelne Dateien.

Was dabei geschieht

FileFerry überträgt nicht direkt auf den Zielnamen, sondern unter einem Nebennamen mit der Endung .ffpart. Erst wenn die Übertragung vollständig ist und die Prüfung besteht, wird umbenannt.

Der Grund: bricht die Leitung mittendrin ab, bleibt Ihre vorhandene Datei auf dem Server unversehrt. Ohne diesen Umweg hätten Sie eine halbe Datei und die alte wäre weg.

Die Prüfung

Nach dem Hochladen fragt FileFerry die Größe auf dem Server ab und vergleicht sie mit der lokalen. Bei SFTP kommt eine Prüfsumme dazu. Stimmt etwas nicht, bleibt die Zieldatei unangetastet und die Nebendatei wird weggeräumt.

Warum nicht einfach dem Server glauben?

Weil ein „226 Transfer complete“ die Aussage des Servers ist, nicht der Zustand der Datei. Eine volle Platte, eine überschrittene Quote oder ein abgebrochener Schreibvorgang können dieselbe Antwort erzeugen.

Wenn der Name schon vergeben ist

Dann fragt FileFerry: Ersetzen, Überspringen oder Anhalten. Mit Auf alle anwenden gilt die Antwort für den Rest der Übertragung.

Dateirechte

Bei FTP, FTPS, SFTP und SSH lassen sich Rechte setzen: Rechtsklick, Rechte setzen …. Entweder über Häkchen oder durch Eintippen des oktalen Werts. Mehrere Einträge auf einmal gehen auch.

Lehnt der Server einzelne Dateien ab — meist, weil sie einem anderen Konto gehören —, erscheint danach eine Liste mit dem Grund je Datei. Die übrigen sind gesetzt.

Automatisch aktualisieren

Der Knopf mit den Kreisen in der Fern-Werkzeugleiste lässt FileFerry das Verzeichnis regelmäßig neu lesen. Nützlich, wenn auf dem Server gerade etwas entsteht.

6 — Suchen und sortieren

Suchen

Unter jeder Werkzeugleiste steht ein Suchfeld. Es durchsucht das angezeigte Verzeichnis, nicht die Unterordner.

Geschrieben wird wie in der Shell: * steht für beliebig viele Zeichen, ? für genau eines.

EingabeFindet
*.jpgalle JPEG-Dateien
*ndex*htmlindex.html, Index-alt.html
urlauballes mit „urlaub“ im Namen
bild?.pngbild1.png, aber nicht bild12.png

Ein Muster ohne Platzhalter sucht im Namen. Sobald ein * oder ? vorkommt, gilt das Muster wörtlich. Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle.

Return löst die Suche aus. Die Treffer werden ausgewählt — die Liste bleibt vollständig, es wird nichts ausgeblendet. Damit ist die Auswahl sofort das, was der Pfeil überträgt. Das Kreuz im Feld leert es und nimmt die Markierung zurück.

Sortieren

Ein Klick auf einen Spaltenkopf sortiert danach, ein zweiter dreht die Richtung um. Die Wahl bleibt je Verbindung erhalten.

Das Ordnersymbol in der Werkzeugleiste entscheidet, ob Ordner oben stehen oder zwischen den Dateien einsortiert werden — letzteres macht der Finder so. Beide Seiten lassen sich unabhängig einstellen.

7 — Ordner abgleichen

Der Knopf Verzeichnisse synchronisieren in der Kopfzeile öffnet unten im Fenster einen Bereich, der das angezeigte lokale Verzeichnis mit dem angezeigten entfernten vergleicht.

Das Verzeichnispaar ist festgenagelt

Der Bereich hält das Paar, mit dem er geöffnet wurde. Sie können in den Listen darüber weiter navigieren, ohne dass der Vergleich verrutscht. Für das gerade angezeigte Paar gibt es Neu vergleichen.

Die Vorschauliste

Der Abgleichbereich unten im Fenster: Kopf mit Richtungswahl und Schaltern, darunter die Vergleichsliste mit den Spalten Datei, Local, Remote und Vorschlag, unten die Sammelknöpfe und der Startknopf.
Der Abgleich sitzt unter den Dateilisten, die darüber sichtbar bleiben. Angehakt sind hier zwei Dateien, bei denen die lokale Fassung neuer ist. Was nur auf einer Seite liegt, steht ohne Häkchen — die beiden Schalter dafür sind aus.

Jede Zeile nennt beide Größen, beide Zeitstempel und einen Vorschlag. Übertragen wird nur, was angehakt ist. Unten steht, wie viele Dateien das gerade sind; Abgleich starten führt es aus.

Alle übertragen hakt alles an, was übertragen werden kann, Keine nimmt die Auswahl zurück. Gibt es Löschzeilen, bekommen sie einen eigenen Sammelknopf in Rot — ein einziges „Alles“ würde Übertragen und Löschen in einem Klick zusammenwerfen.

Was übereinstimmt, erscheint gar nicht. Wo nichts zu tun ist, gehört keine Zeile hin.

VorschlagBedeutung
Lokal neuerAngehakt. Die Datei wird übertragen.
Größe abweichendAngehakt, wenn kein brauchbarer Zeitvergleich möglich war.
Server neuerWird gezeigt, aber nicht angehakt — sonst überschriebe eine ältere Fassung eine neuere.
Nur lokalAnhakbar, sobald Neue Dateien anlegen eingeschaltet ist.
Nur auf dem ServerAnhakbar, sobald Überzähliges löschen eingeschaltet ist. Steht in Rot.

Die Schalter

Gelöscht wird endgültig

Auch lokal — nicht in den Papierkorb. Ein Löschen, das auf der einen Ablage im Papierkorb endet und auf der anderen unwiederbringlich ist, wäre schlimmer als eines, das immer dasselbe bedeutet.

Ausnahmen

Der Knopf Ausnahmen … öffnet ein eigenes Fenster. Was auf ein Muster passt, erscheint im Vergleich gar nicht — und wird damit weder übertragen noch gelöscht.

Schneller geht es über die Vergleichsliste: Rechtsklick auf eine Zeile und nach Name, Endung oder Pfad ausnehmen. Das Muster landet in der offenen Liste; gespeichert und neu verglichen wird beim Speichern.

Die Ausnahmen gelten je Verbindung, nicht je Ordnerpaar.

Was der Abgleich sich merkt

Nach jedem Lauf hält FileFerry je Ordnerpaar fest, welche Dateien abgeglichen sind. Beim nächsten Mal gilt: hat sich lokal nichts geändert und ist die Größe auf dem Server dieselbe, sind beide Seiten deckungsgleich — unabhängig davon, was die Zeitstempel sagen.

Das ist nötig, weil Zeitstempel über die Protokolle hinweg unzuverlässig sind. Manche Server liefern nur Minuten, manche keine Zeitzone, und nach einem Upload trägt die Datei die Uhrzeit des Servers.

Während ein Abgleich läuft

Ansehen und Navigieren bleibt erlaubt. Gesperrt sind die Kontextmenüs, das Anlegen von Ordnern, das Löschen und die Übertragungsknöpfe — sie kämen dem Lauf in die Quere.

8 — Das SSH-Terminal

Bei einer SSH-Verbindung, und bei SFTP über den Reiter oben, öffnet FileFerry ein vollwertiges Terminal auf demselben Server.

Eine SSH-Verbindung in FileFerry: oben die Reiter zweier Terminals mit dem Plus zum Anlegen, darunter die Kopfzeile des Terminals mit den Knöpfen für Textbausteine, Farbschema und Trennen, darunter die laufende Ausgabe.
Zwei Terminals auf derselben Anmeldung. Rechts in der Kopfzeile die Knöpfe für die Textbausteine, das Farbschema und das Trennen. Die Seitenleiste ist hier ausgeblendet — der Knopf dafür sitzt links oben.

Mehrere Terminals

Das Plus rechts in der Reiterleiste öffnet ein weiteres Terminal auf derselben Anmeldung. Auf dem Server entsteht dadurch keine zweite Sitzung. Das Kreuz an einem Reiter schließt dieses Terminal, der Punkt davor zeigt, ob es verbunden ist.

Wie viele es höchstens sein dürfen, steht in den Einstellungen unter Verbindungen.

Textbausteine

Befehle, die Sie ständig tippen, lassen sich unter Einstellungen › Textbausteine ablegen und in Kategorien ordnen. Im Terminal holt sie ein Knopf hervor. Je Baustein ist einstellbar, ob er nur eingefügt oder gleich ausgeführt wird.

Farbschema

Der Knopf mit der Palette in der Kopfzeile des Terminals ändert das Aussehen: Schrift- und Hintergrundfarben des Terminals. Die Wahl gilt für diese Verbindung und bleibt erhalten.

Das ist mehr als Geschmack. Wer Produktion und Testsystem nebeneinander offen hat, erkennt an der Farbe sofort, in welchem Fenster er gerade tippt.

Einstellungen je Verbindung

FeldBedeutung
Terminaltyp Was der Server über das Terminal erfahren soll. xterm-256color ist fast immer richtig.
Zeichensatz UTF-8, außer der Server arbeitet ohne. Dann Latin-1.
Befehl nach der Anmeldung Optional, etwa tmux.
Farbschema Lässt sich auch im Terminal selbst über die Palette ändern — siehe oben.
Wenn ls die Spalten falsch setzt

Dann verhandelt der Terminaltyp keine Fenstergröße. FileFerry weist darauf hin und schlägt xterm-256color vor.

9 — Dateien bearbeiten

Doppelklick auf eine Textdatei auf dem Server öffnet sie im eingebauten Editor. Gespeichert wird direkt zurück.

Über Öffnen mit geht sie stattdessen an ein beliebiges Programm auf Ihrem Mac. Beim Sichern dort schreibt FileFerry die Datei ebenfalls zurück. Welches Programm Sie für eine Endung gewählt haben, merkt es sich.

10 — Sicherheit

Fingerabdrücke

Beim ersten Kontakt mit einem Server zeigt FileFerry den SHA-256-Fingerabdruck seines Hostschlüssels oder Zertifikats und fragt. Danach wird er bei jeder Sitzung geprüft.

Ändert er sich, wird die Verbindung abgelehnt. Einen Knopf „trotzdem verbinden“ gibt es nicht — das ist Absicht. Ein geänderter Fingerabdruck heißt entweder, dass der Server neu aufgesetzt wurde, oder dass jemand dazwischensitzt. Beides gehört geprüft, nicht weggeklickt.

Haben Sie den Server selbst neu aufgesetzt, entfernen Sie den Eintrag unter Einstellungen › Sicherheit. Beim nächsten Verbinden wird wieder gefragt.

Ein Zertifikat lässt sich auf dem Server nachprüfen:

openssl x509 -noout -fingerprint -sha256 -in zertifikat.pem

Wo die Zugangsdaten liegen

Passwörter, Passphrasen und bestätigte Fingerabdrücke liegen im Schlüsselbund von macOS. Löschen Sie eine Verbindung, verschwinden sie mit ihr. In der Datenbank des Programms stehen nur Name, Adresse, Port und Pfad.

Programmpasswort

Unter Einstellungen › Passwort lässt sich FileFerry mit einem eigenen Passwort schützen. Dann werden die gespeicherten Zugangsdaten zusätzlich verschlüsselt — ohne das Passwort sind sie auch außerhalb des Programms nicht zu lesen.

Auf Wunsch sperrt sich das Programm nach einer einstellbaren Zeit ohne Bedienung. Läuft gerade eine Übertragung, wartet die Sperre, bis sie fertig ist.

Es gibt keinen Umweg

Haben Sie das Programmpasswort vergessen, lässt sich der Schutz mit dem Anmeldepasswort Ihres Macs zurücksetzen. Dabei gehen die gespeicherten Zugangsdaten verloren — die Verbindungen bleiben, die Passwörter müssen Sie neu eintragen.

Was FileFerry nicht tut

11 — Wenn etwas schiefgeht

Die Wiederherstellungsliste

Jede Übertragung wird bis zu dreimal versucht. Was dann nicht durchkam, landet auf einer Liste unter Einstellungen › Unfertig — und die überlebt das Beenden des Programms.

Je Eintrag stehen Server, Verbindung und Pfad. Sie können nachholen oder verwerfen. Auf dem Server wird dabei nichts gelöscht.

Eine Prüfung vor dem Nachholen

Hat sich die lokale Datei seit dem Fehlschlag geändert, hält FileFerry an und sagt es, statt eine andere Fassung zu schicken. Ist die neue die richtige, löschen Sie den Eintrag und übertragen die Datei neu.

Das Verbindungsprotokoll

Das Verbindungsprotokoll als Einblendung unter dem Knopf in der Kopfzeile: Zeilen mit Uhrzeit und Richtungszeichen, dazu oben der Schalter zum automatischen Aktualisieren sowie Knöpfe zum Kopieren und Leeren.
Der Wortlaut der Sitzung. Die Zahl neben dem Titel nennt, wie viele Zeilen bisher aufgelaufen sind.

Der Knopf Protokoll in der Kopfzeile zeigt jede Zeile der laufenden Sitzung, so wie sie über die Leitung geht — bei FTP also 220, USER, 331, PASV und den Rest.

Jede Zeile beginnt mit der Uhrzeit auf die Tausendstelsekunde, dann folgt das Richtungszeichen:

ZeichenBedeutung
>FileFerry hat das gesendet.
<Der Server hat das geantwortet.
*Ein Hinweis von FileFerry selbst, etwa der Aufbau der Datenverbindung.

Wenn ein Server sich merkwürdig verhält, steht hier der Wortlaut. Der Schalter Automatisch updaten lässt die Anzeige mitlaufen. Daneben kopiert ein Knopf alles, ein zweiter leert die Anzeige.

Die Protokolldatei

Unter Einstellungen › Logdatei lässt sich eine dauerhafte Datei einschalten. Sie enthält Verbindungen, Übertragungen und Fehler über Sitzungen hinweg.

Die Anzeige lässt sich nach Stufen filtern — Debug, Info, Warnung, Fehler, einzeln an- und abwählbar. Der Kopierknopf kopiert das, was zu sehen ist; wer nach Fehlern filtert, bekommt genau die.

Bevor Sie eine Logdatei weitergeben

Darin stehen Servernamen, Benutzernamen und Dateinamen. Passwörter nicht. Sehen Sie trotzdem hinein, bevor Sie sie verschicken.

Wenn keine Verbindung zustande kommt

Vor jedem Verbindungsaufbau klopft FileFerry kurz an und wartet höchstens drei Sekunden. Damit steht der echte Grund fest, statt nach zwanzig Sekunden eine geratene Meldung zu bekommen.

MeldungBedeutung
Antwortet nicht Rechner aus, im Ruhezustand oder nicht im Netz.
Erreichbar, aber kein Dienst Der Rechner läuft, auf diesem Port aber nichts. Falscher Port, oder der Dienst läuft nicht.

Antwortet beim ersten Klopfen nichts, versucht es FileFerry nach einer Sekunde erneut. Das hilft bei Servern im WLAN-Stromsparbetrieb, die beim ersten Paket erst aufwachen. Im Protokoll steht, wenn der zweite Versuch nötig war.

12 — Datensicherung

Unter Einstellungen › Sicherung lassen sich Server, Verbindungen und Zugangsdaten in eine Datei schreiben.

Der Ordner muss einmal ausgewählt werden — macOS gibt einer App nur den Zugriff auf Ordner, die im Auswahldialog benannt wurden.

Ohne Passwort steht alles im Klartext

Der Schalter Sicherung mit Passwort schützen verschlüsselt die Zugangsdaten. Ohne ihn liegen Passwörter und Schlüssel lesbar in der Datei.

Beim Zurückholen wird ergänzt und aktualisiert, nie gelöscht. Vorhandene Server und Verbindungen werden auf den Stand der Sicherung gebracht, fehlende neu angelegt. Offene Sitzungen der betroffenen Verbindungen werden getrennt.

Es werden die letzten Sicherungen behalten; die ältesten fallen automatisch heraus.

13 — Einstellungen

ReiterInhalt
Allgemein Rückfragen vor dem Löschen, letzte Verzeichnisse wiederherstellen, Fenstergröße und Aufteilung je Verbindung.
Verbindungen Wie viele Sitzungen gleichzeitig offen bleiben, wie viele Terminals je Verbindung.
Darstellung Hell, dunkel oder wie das System. Dreizehn Akzentfarben.
Sprache Dreizehn Sprachen, Umschaltung ohne Neustart.
Kurzbefehle Tastenkürzel selbst vergeben.
Textbausteine Befehle für das Terminal, nach Kategorien geordnet.
Sicherheit Bekannte Hostschlüssel und Zertifikate.
Passwort Programmpasswort und Sperre bei Untätigkeit.
Unfertig Übertragungen, die nachzuholen sind.
Sicherung Sichern und Zurückholen.
Logdatei Protokolldatei ein- und ausschalten, Stufe wählen, ansehen.
Info Version, verwendete Open-Source-Bestandteile, Neuigkeiten.

Tastenkürzel

Jede Aktion lässt sich mit einem eigenen Kürzel belegen. Feld anklicken, Tasten drücken. Mindestens eine der Tasten Befehl, Wahl oder Steuerung muss dabei sein. Escape bricht ab.

Reagiert eine Kombination nicht, ist sie systemweit von macOS oder einem anderen Programm belegt. Dann hilft nur eine andere.

14 — Häufige Fragen

Die Verbindung scheitert, obwohl die Zugangsdaten stimmen.

Sehen Sie in das Verbindungsprotokoll. Dort steht der Wortlaut der Serverantwort. Bei FTPS über Port 21 muss das explizite Verfahren gewählt sein — also FTPS und nicht der HTTPS-Schalter.

Ein Upload scheitert mit „Forbidden filename“.

Manche Server erlauben im obersten Verzeichnis überhaupt keine Dateien — bei QNAP-Geräten liegen dort nur die Freigaben. Eine Ebene tiefer läuft es.

Der Abgleich schlägt immer wieder dieselben Dateien vor.

Dann liefert der Server keine brauchbaren Zeitstempel. Nach dem ersten Lauf merkt sich FileFerry den Stand, ab dann sollte Ruhe sein. Bleibt es dabei, hilft bei SFTP die Prüfsumme, die ohnehin automatisch greift.

Ein lokaler Ordner lässt sich nicht öffnen.

macOS gibt einer App nur Ordner frei, die im Auswahldialog benannt wurden. Benutzen Sie Ordner wählen in der lokalen Werkzeugleiste. FileFerry merkt sich die Freigabe über den Programmstart hinaus.

Auf dem Server liegt eine Datei mit der Endung .ffpart.

Das ist der Rest einer abgebrochenen Übertragung. FileFerry räumt solche Reste selbst weg; bleibt einer liegen, können Sie ihn gefahrlos löschen.

Wie bekomme ich das Fenster „Neuigkeiten“ wieder?

Unter Einstellungen › Info.