FileFerry — Bedienungsanleitung
Dateien übertragen und auf demselben Server ein Terminal öffnen. Diese Anleitung beschreibt alles, was das Programm kann — in der Reihenfolge, in der man es üblicherweise braucht.
1 — Der erste Start
FileFerry zeigt links eine Seitenleiste mit Ihren Servern, rechts die Arbeitsfläche. Solange keine Verbindung offen ist, steht dort der Begrüßungsbereich mit den sieben Protokollen.
Für einen neuen Zugang sind drei Schritte nötig: einen Server anlegen, eine Verbindung dazu anlegen, verbinden.
Der Unterschied zwischen Server und Verbindung ist der Kern der Bedienung. Ein Server ist die Maschine — Adresse, Name, Notizen. Eine Verbindung ist ein Weg dorthin: ein Protokoll, ein Benutzername, ein Passwort, ein Startverzeichnis. Zu einem Server können mehrere Verbindungen gehören.
Weil derselbe Rechner oft mehrere Zugänge hat. Ihr Webhoster bietet FTP für die Seiten und SSH für die Wartung. Ihr NAS spricht SMB im eigenen Netz und SFTP von außen. Ein Server, zwei oder drei Verbindungen — und jede merkt sich ihr eigenes Verzeichnis, ihre eigene Fenstergröße und ihre eigenen Spaltenbreiten.
2 — Server und Verbindungen
Server anlegen
Unten in der Seitenleiste steht Server hinzufügen. Nötig sind zwei Angaben:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Anzeigename | Wie der Server bei Ihnen heißen soll. Frei wählbar, etwa „Webserver“ oder „NAS Keller“. |
| Hostname / IP | Die Adresse. Entweder ein Name wie meinserver.de oder
eine Nummer wie 192.168.0.72. |
| Notizen | Optional. Platz für alles, was Sie sich merken wollen. |
https:// im Adressfeld
Dort gehört nur der Name hin, also meinserver.de und nicht
https://meinserver.de. Ob verschlüsselt übertragen wird,
entscheidet der Schalter in der Verbindung, nicht die Schreibweise der
Adresse.
Verbindung anlegen
Ein Server, der aufgeklappt ist, zeigt darunter seine Verbindungen und ganz unten Verbindung hinzufügen. Welche Felder erscheinen, hängt vom gewählten Protokoll ab. Diese gibt es bei allen:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Protokoll | FTP, FTPS, SFTP, WebDAV, SMB, S3 oder SSH. |
| Bezeichnung | Optional. Nützlich, wenn zu einem Server mehrere Verbindungen gehören — etwa „Admin“ und „Webspace“. |
| Port | Wird beim Wechsel des Protokolls automatisch gesetzt. Nur ändern, wenn Ihr Anbieter einen anderen nennt. |
| Pfad auf dem Server | Das Verzeichnis, in dem die Verbindung öffnen soll.
/ ist die Wurzel. |
| Methode | Passwort oder anonym. Bei SFTP steht hier zusätzlich der SSH-Schlüssel zur Wahl. |
| Benutzername | Ihr Konto auf dem Server. |
| Passwort | Landet im Schlüsselbund von macOS, nicht in der Datenbank. |
| Aktion bei einfachem Klick | Ob ein Klick in der Seitenleiste sofort verbindet oder erst die Angaben der Verbindung zeigt. |
Gruppen und Reihenfolge
Gruppen sind eine Sache der Seitenleiste — beim Anlegen eines Servers kommen sie nicht vor. Unten steht Gruppe hinzufügen; danach lassen sich Server hineinziehen, und mehrere Server stehen zusammengefasst untereinander.
Server lassen sich in Gruppen legen und darin sortieren. Der Knopf mit den zwei Pfeilen unten in der Seitenleiste schaltet das Umsortieren ein; danach lassen sich Einträge ziehen. Ein zweiter Klick beendet es.
Ein Server lässt sich auch auf einen Gruppenkopf ziehen — dann wechselt er die Gruppe.
3 — Die Protokolle
FTP und FTPS
FTP überträgt alles im Klartext, auch das Passwort. Im eigenen Netz ist das vertretbar, über das Internet nicht.
FTPS ist dasselbe mit Verschlüsselung. FileFerry benutzt das explizite Verfahren: die Verbindung beginnt unverschlüsselt auf dem gewohnten Port 21 und schaltet dann um. So arbeiten praktisch alle Anbieter.
Das ist normal und FileFerry kommt damit zurecht. Beim ersten Verbinden zeigt es den Fingerabdruck und fragt. Danach wird er bei jeder Sitzung geprüft. Siehe Sicherheit.
SFTP
SFTP läuft über SSH und ist damit vollständig verschlüsselt. Es hat mit FTP nichts zu tun außer dem Namen. Standardport ist 22.
Zur Anmeldung gibt es zwei Wege:
- Passwort — wie bei FTP.
- SSH-Schlüssel — sicherer und ohne Tippen. Entweder den Inhalt des privaten Schlüssels in das Feld einfügen, oder über Auswählen … die Datei benennen.
Gebraucht wird die Datei ohne die Endung .pub. Die
mit .pub gehört auf den Server, nicht in FileFerry.
Ist der Schlüssel mit einer Passphrase geschützt, fragt FileFerry beim Verbinden danach. Auf Wunsch lässt sie sich in der Verbindung hinterlegen, dann wandert sie in den Schlüsselbund.
Nur bei SFTP rechnet FileFerry nach dem Übertragen eine Prüfsumme über die Datei auf dem Server und vergleicht sie mit der lokalen. Das ist der genaueste Nachweis, den es gibt.
WebDAV
WebDAV läuft über HTTP oder HTTPS und wird von Nextcloud, ownCloud und
vielen Hostern angeboten. Der HTTPS-Schalter
entscheidet über die Verschlüsselung, der Pfad zeigt auf das
WebDAV-Verzeichnis — bei Nextcloud etwa
/remote.php/dav/files/IhrName/.
SMB
SMB ist das Protokoll der Windows- und NAS-Freigaben. Es hat eine Ebene mehr als die anderen: erst der Server, dann die Freigabe, dann die Verzeichnisse.
- Bleibt der Pfad auf
/, zeigt FileFerry die Freigaben des Servers als Ordner. - Steht dort
/Public, öffnet die Verbindung gleich in dieser Freigabe.
Gehört Ihr Konto zu einer Domäne, schreiben Sie den Benutzernamen als
DOMÄNE\Benutzer.
Dateirechte lassen sich über SMB nicht setzen — die verwaltet der Server selbst. Und zwischen zwei Freigaben kann nicht direkt verschoben werden; dafür laden Sie herunter und wieder hinauf.
S3
S3 ist Objektspeicher. Dort gibt es keine Verzeichnisse: ein Objekt heißt
bilder/2026/haus.jpg, und das ist ein Name, in dem die
Schrägstriche gewöhnliche Zeichen sind. FileFerry zeigt Ihnen trotzdem einen
Baum und rechnet im Hintergrund um.
Eine S3-Verbindung braucht mehr Angaben als die anderen:
| Feld | Was hineingehört |
|---|---|
| Hostname | Der Endpunkt des Anbieters, ohne https://. Bei
Cloudflare R2 etwa
<Konto-ID>.r2.cloudflarestorage.com. |
| Bucket | Der Name Ihres Buckets. Eine Verbindung gehört zu genau einem. |
| Region | Bei Amazon etwa eu-central-1, bei Cloudflare R2
auto, bei MinIO oder Garage das, was der Server
erwartet. |
| Bucket im Pfad | Aus bei Amazon, an bei MinIO und Garage. Bei R2 und Backblaze geht beides. |
| Benutzername | Der Access Key. |
| Passwort | Der Secret Key. |
In der Verbindungsmaske gibt es den Knopf Hilfe zur S3-Einrichtung mit den Angaben der gängigen Anbieter.
Große Dateien
Über 5 Gigabyte schreibt S3 die Übertragung in Teilen vor. FileFerry schaltet von selbst um. Bricht die Leitung ab, merkt es sich, welche Teile angekommen sind, und setzt beim nächsten Anlauf dort fort.
Bleibt eine Teilübertragung liegen, liegen die gesendeten Teile unsichtbar im Bucket — sie erscheinen in keiner Liste und werden bei Amazon trotzdem monatlich berechnet. FileFerry sieht beim Verbinden nach und fragt, ob sie weg sollen.
Was bei S3 fehlt
Ordner umbenennen gibt es nicht. S3 kennt kein Umbenennen; jedes Objekt unter dem Ordner müsste einzeln kopiert und gelöscht werden. Einzelne Dateien lassen sich umbenennen.
SSH
Eine reine SSH-Verbindung zeigt keine Dateilisten, sondern nur ein Terminal. Siehe Das SSH-Terminal.
4 — Das Fenster
Das Hauptfenster hat drei Bereiche.
- Links die Seitenleiste mit Gruppen, Servern und Verbindungen. Ein Klick auf eine Verbindung baut sie auf.
- In der Mitte Ihr Mac — die lokale Seite.
- Rechts der Server — die Fernseite.
Über beiden Listen steht je eine Werkzeugleiste, darunter eine Zeile mit dem Suchfeld und darunter der Pfad. Ganz oben über allem läuft die Kopfzeile der Verbindung: Servername, Protokoll und Port, der Knopf Verzeichnisse synchronisieren, und rechts das Verbindungsprotokoll mit der Zahl der Zeilen sowie der Zustand.
Der Punkt neben Verbunden leuchtet grün, solange die Verbindung steht. Das Kreuz daneben trennt sie.
Die Werkzeugleisten
| Zeichen | Wirkung |
|---|---|
| Auge | Versteckte Dateien ein- und ausblenden. |
| Ordner | Ordner zuerst oder zwischen den Dateien einsortieren. Getrennt für jede Seite, je Verbindung gemerkt. |
| Ordner mit Plus | Neues Verzeichnis anlegen. |
| Papierkorb | Das Ausgewählte löschen. |
| Pfeil | Hoch- oder herunterladen. Die Zahl daneben nennt, wie viele Einträge ausgewählt sind. |
Navigation
Doppelklick öffnet einen Ordner. Der Pfad darüber ist anklickbar: jeder Bestandteil springt dorthin. Der Knopf mit der Uhr zeigt die zuletzt besuchten Verzeichnisse.
Was sich das Fenster merkt
Jede Verbindung öffnet ihr letztes lokales und entferntes Verzeichnis wieder, dazu Fenstergröße, die Aufteilung zwischen den Listen und die Spaltenbreiten. Ob das je Verbindung getrennt geschieht oder für alle gemeinsam, steht in den Einstellungen unter Allgemein.
5 — Dateien übertragen
Auswählen und den Pfeil in der Werkzeugleiste drücken. Ganze Ordner gehen genauso wie einzelne Dateien.
Was dabei geschieht
FileFerry überträgt nicht direkt auf den Zielnamen, sondern
unter einem Nebennamen mit der Endung .ffpart. Erst wenn die
Übertragung vollständig ist und die Prüfung besteht, wird umbenannt.
Der Grund: bricht die Leitung mittendrin ab, bleibt Ihre vorhandene Datei auf dem Server unversehrt. Ohne diesen Umweg hätten Sie eine halbe Datei und die alte wäre weg.
Die Prüfung
Nach dem Hochladen fragt FileFerry die Größe auf dem Server ab und vergleicht sie mit der lokalen. Bei SFTP kommt eine Prüfsumme dazu. Stimmt etwas nicht, bleibt die Zieldatei unangetastet und die Nebendatei wird weggeräumt.
Weil ein „226 Transfer complete“ die Aussage des Servers ist, nicht der Zustand der Datei. Eine volle Platte, eine überschrittene Quote oder ein abgebrochener Schreibvorgang können dieselbe Antwort erzeugen.
Wenn der Name schon vergeben ist
Dann fragt FileFerry: Ersetzen, Überspringen oder Anhalten. Mit Auf alle anwenden gilt die Antwort für den Rest der Übertragung.
Dateirechte
Bei FTP, FTPS, SFTP und SSH lassen sich Rechte setzen: Rechtsklick, Rechte setzen …. Entweder über Häkchen oder durch Eintippen des oktalen Werts. Mehrere Einträge auf einmal gehen auch.
Lehnt der Server einzelne Dateien ab — meist, weil sie einem anderen Konto gehören —, erscheint danach eine Liste mit dem Grund je Datei. Die übrigen sind gesetzt.
Automatisch aktualisieren
Der Knopf mit den Kreisen in der Fern-Werkzeugleiste lässt FileFerry das Verzeichnis regelmäßig neu lesen. Nützlich, wenn auf dem Server gerade etwas entsteht.
6 — Suchen und sortieren
Suchen
Unter jeder Werkzeugleiste steht ein Suchfeld. Es durchsucht das angezeigte Verzeichnis, nicht die Unterordner.
Geschrieben wird wie in der Shell: * steht für beliebig viele
Zeichen, ? für genau eines.
| Eingabe | Findet |
|---|---|
*.jpg | alle JPEG-Dateien |
*ndex*html | index.html,
Index-alt.html |
urlaub | alles mit „urlaub“ im Namen |
bild?.png | bild1.png, aber nicht
bild12.png |
Ein Muster ohne Platzhalter sucht im Namen. Sobald ein
* oder ? vorkommt, gilt das Muster wörtlich.
Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle.
Return löst die Suche aus. Die Treffer werden ausgewählt — die Liste bleibt vollständig, es wird nichts ausgeblendet. Damit ist die Auswahl sofort das, was der Pfeil überträgt. Das Kreuz im Feld leert es und nimmt die Markierung zurück.
Sortieren
Ein Klick auf einen Spaltenkopf sortiert danach, ein zweiter dreht die Richtung um. Die Wahl bleibt je Verbindung erhalten.
Das Ordnersymbol in der Werkzeugleiste entscheidet, ob Ordner oben stehen oder zwischen den Dateien einsortiert werden — letzteres macht der Finder so. Beide Seiten lassen sich unabhängig einstellen.
7 — Ordner abgleichen
Der Knopf Verzeichnisse synchronisieren in der Kopfzeile öffnet unten im Fenster einen Bereich, der das angezeigte lokale Verzeichnis mit dem angezeigten entfernten vergleicht.
Der Bereich hält das Paar, mit dem er geöffnet wurde. Sie können in den Listen darüber weiter navigieren, ohne dass der Vergleich verrutscht. Für das gerade angezeigte Paar gibt es Neu vergleichen.
Die Vorschauliste
Jede Zeile nennt beide Größen, beide Zeitstempel und einen Vorschlag. Übertragen wird nur, was angehakt ist. Unten steht, wie viele Dateien das gerade sind; Abgleich starten führt es aus.
Alle übertragen hakt alles an, was übertragen werden kann, Keine nimmt die Auswahl zurück. Gibt es Löschzeilen, bekommen sie einen eigenen Sammelknopf in Rot — ein einziges „Alles“ würde Übertragen und Löschen in einem Klick zusammenwerfen.
Was übereinstimmt, erscheint gar nicht. Wo nichts zu tun ist, gehört keine Zeile hin.
| Vorschlag | Bedeutung |
|---|---|
| Lokal neuer | Angehakt. Die Datei wird übertragen. |
| Größe abweichend | Angehakt, wenn kein brauchbarer Zeitvergleich möglich war. |
| Server neuer | Wird gezeigt, aber nicht angehakt — sonst überschriebe eine ältere Fassung eine neuere. |
| Nur lokal | Anhakbar, sobald Neue Dateien anlegen eingeschaltet ist. |
| Nur auf dem Server | Anhakbar, sobald Überzähliges löschen eingeschaltet ist. Steht in Rot. |
Die Schalter
- Richtung — zum Server oder nach lokal. Die beiden folgenden Schalter drehen sich mit.
- Unterordner einbeziehen — vergleicht den ganzen Baum statt nur die oberste Ebene.
- Neue Dateien anlegen — voreingestellt aus.
- Überzähliges löschen — voreingestellt aus, und vor dem Ausführen kommt eine Rückfrage mit der Anzahl.
Auch lokal — nicht in den Papierkorb. Ein Löschen, das auf der einen Ablage im Papierkorb endet und auf der anderen unwiederbringlich ist, wäre schlimmer als eines, das immer dasselbe bedeutet.
Ausnahmen
Der Knopf Ausnahmen … öffnet ein eigenes Fenster. Was auf ein Muster passt, erscheint im Vergleich gar nicht — und wird damit weder übertragen noch gelöscht.
- Ein Muster ohne Schrägstrich prüft den Namen in jeder
Tiefe:
*.jsonerwischt auch Unterordner. - Ein Muster mit Schrägstrich prüft den Pfad ab dem
Startordner des Abgleichs:
bilder/roh/*.
Schneller geht es über die Vergleichsliste: Rechtsklick auf eine Zeile und nach Name, Endung oder Pfad ausnehmen. Das Muster landet in der offenen Liste; gespeichert und neu verglichen wird beim Speichern.
Die Ausnahmen gelten je Verbindung, nicht je Ordnerpaar.
Was der Abgleich sich merkt
Nach jedem Lauf hält FileFerry je Ordnerpaar fest, welche Dateien abgeglichen sind. Beim nächsten Mal gilt: hat sich lokal nichts geändert und ist die Größe auf dem Server dieselbe, sind beide Seiten deckungsgleich — unabhängig davon, was die Zeitstempel sagen.
Das ist nötig, weil Zeitstempel über die Protokolle hinweg unzuverlässig sind. Manche Server liefern nur Minuten, manche keine Zeitzone, und nach einem Upload trägt die Datei die Uhrzeit des Servers.
Während ein Abgleich läuft
Ansehen und Navigieren bleibt erlaubt. Gesperrt sind die Kontextmenüs, das Anlegen von Ordnern, das Löschen und die Übertragungsknöpfe — sie kämen dem Lauf in die Quere.
8 — Das SSH-Terminal
Bei einer SSH-Verbindung, und bei SFTP über den Reiter oben, öffnet FileFerry ein vollwertiges Terminal auf demselben Server.
Mehrere Terminals
Das Plus rechts in der Reiterleiste öffnet ein weiteres Terminal auf derselben Anmeldung. Auf dem Server entsteht dadurch keine zweite Sitzung. Das Kreuz an einem Reiter schließt dieses Terminal, der Punkt davor zeigt, ob es verbunden ist.
Wie viele es höchstens sein dürfen, steht in den Einstellungen unter Verbindungen.
Textbausteine
Befehle, die Sie ständig tippen, lassen sich unter Einstellungen › Textbausteine ablegen und in Kategorien ordnen. Im Terminal holt sie ein Knopf hervor. Je Baustein ist einstellbar, ob er nur eingefügt oder gleich ausgeführt wird.
Farbschema
Der Knopf mit der Palette in der Kopfzeile des Terminals ändert das Aussehen: Schrift- und Hintergrundfarben des Terminals. Die Wahl gilt für diese Verbindung und bleibt erhalten.
Das ist mehr als Geschmack. Wer Produktion und Testsystem nebeneinander offen hat, erkennt an der Farbe sofort, in welchem Fenster er gerade tippt.
Einstellungen je Verbindung
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Terminaltyp | Was der Server über das Terminal erfahren soll.
xterm-256color ist fast immer richtig. |
| Zeichensatz | UTF-8, außer der Server arbeitet ohne. Dann Latin-1. |
| Befehl nach der Anmeldung | Optional, etwa tmux. |
| Farbschema | Lässt sich auch im Terminal selbst über die Palette ändern — siehe oben. |
Dann verhandelt der Terminaltyp keine Fenstergröße. FileFerry weist
darauf hin und schlägt xterm-256color vor.
9 — Dateien bearbeiten
Doppelklick auf eine Textdatei auf dem Server öffnet sie im eingebauten Editor. Gespeichert wird direkt zurück.
Über Öffnen mit geht sie stattdessen an ein beliebiges Programm auf Ihrem Mac. Beim Sichern dort schreibt FileFerry die Datei ebenfalls zurück. Welches Programm Sie für eine Endung gewählt haben, merkt es sich.
10 — Sicherheit
Fingerabdrücke
Beim ersten Kontakt mit einem Server zeigt FileFerry den SHA-256-Fingerabdruck seines Hostschlüssels oder Zertifikats und fragt. Danach wird er bei jeder Sitzung geprüft.
Ändert er sich, wird die Verbindung abgelehnt. Einen Knopf „trotzdem verbinden“ gibt es nicht — das ist Absicht. Ein geänderter Fingerabdruck heißt entweder, dass der Server neu aufgesetzt wurde, oder dass jemand dazwischensitzt. Beides gehört geprüft, nicht weggeklickt.
Haben Sie den Server selbst neu aufgesetzt, entfernen Sie den Eintrag unter Einstellungen › Sicherheit. Beim nächsten Verbinden wird wieder gefragt.
Ein Zertifikat lässt sich auf dem Server nachprüfen:
openssl x509 -noout -fingerprint -sha256 -in zertifikat.pem
Wo die Zugangsdaten liegen
Passwörter, Passphrasen und bestätigte Fingerabdrücke liegen im Schlüsselbund von macOS. Löschen Sie eine Verbindung, verschwinden sie mit ihr. In der Datenbank des Programms stehen nur Name, Adresse, Port und Pfad.
Programmpasswort
Unter Einstellungen › Passwort lässt sich FileFerry mit einem eigenen Passwort schützen. Dann werden die gespeicherten Zugangsdaten zusätzlich verschlüsselt — ohne das Passwort sind sie auch außerhalb des Programms nicht zu lesen.
Auf Wunsch sperrt sich das Programm nach einer einstellbaren Zeit ohne Bedienung. Läuft gerade eine Übertragung, wartet die Sperre, bis sie fertig ist.
Haben Sie das Programmpasswort vergessen, lässt sich der Schutz mit dem Anmeldepasswort Ihres Macs zurücksetzen. Dabei gehen die gespeicherten Zugangsdaten verloren — die Verbindungen bleiben, die Passwörter müssen Sie neu eintragen.
Was FileFerry nicht tut
- Kein Konto, keine Registrierung, kein Lizenzserver.
- Keine Nutzungsstatistik, keine Absturzberichte.
- Sandbox ohne Ausnahmen. Nichts lauscht auf einem Port.
11 — Wenn etwas schiefgeht
Die Wiederherstellungsliste
Jede Übertragung wird bis zu dreimal versucht. Was dann nicht durchkam, landet auf einer Liste unter Einstellungen › Unfertig — und die überlebt das Beenden des Programms.
Je Eintrag stehen Server, Verbindung und Pfad. Sie können nachholen oder verwerfen. Auf dem Server wird dabei nichts gelöscht.
Hat sich die lokale Datei seit dem Fehlschlag geändert, hält FileFerry an und sagt es, statt eine andere Fassung zu schicken. Ist die neue die richtige, löschen Sie den Eintrag und übertragen die Datei neu.
Das Verbindungsprotokoll
Der Knopf Protokoll in der Kopfzeile zeigt jede
Zeile der laufenden Sitzung, so wie sie über die Leitung geht — bei FTP also
220, USER, 331, PASV und
den Rest.
Jede Zeile beginnt mit der Uhrzeit auf die Tausendstelsekunde, dann folgt das Richtungszeichen:
| Zeichen | Bedeutung |
|---|---|
> | FileFerry hat das gesendet. |
< | Der Server hat das geantwortet. |
* | Ein Hinweis von FileFerry selbst, etwa der Aufbau der Datenverbindung. |
Wenn ein Server sich merkwürdig verhält, steht hier der Wortlaut. Der Schalter Automatisch updaten lässt die Anzeige mitlaufen. Daneben kopiert ein Knopf alles, ein zweiter leert die Anzeige.
Die Protokolldatei
Unter Einstellungen › Logdatei lässt sich eine dauerhafte Datei einschalten. Sie enthält Verbindungen, Übertragungen und Fehler über Sitzungen hinweg.
Die Anzeige lässt sich nach Stufen filtern — Debug, Info, Warnung, Fehler, einzeln an- und abwählbar. Der Kopierknopf kopiert das, was zu sehen ist; wer nach Fehlern filtert, bekommt genau die.
Darin stehen Servernamen, Benutzernamen und Dateinamen. Passwörter nicht. Sehen Sie trotzdem hinein, bevor Sie sie verschicken.
Wenn keine Verbindung zustande kommt
Vor jedem Verbindungsaufbau klopft FileFerry kurz an und wartet höchstens drei Sekunden. Damit steht der echte Grund fest, statt nach zwanzig Sekunden eine geratene Meldung zu bekommen.
| Meldung | Bedeutung |
|---|---|
| Antwortet nicht | Rechner aus, im Ruhezustand oder nicht im Netz. |
| Erreichbar, aber kein Dienst | Der Rechner läuft, auf diesem Port aber nichts. Falscher Port, oder der Dienst läuft nicht. |
Antwortet beim ersten Klopfen nichts, versucht es FileFerry nach einer Sekunde erneut. Das hilft bei Servern im WLAN-Stromsparbetrieb, die beim ersten Paket erst aufwachen. Im Protokoll steht, wenn der zweite Versuch nötig war.
12 — Datensicherung
Unter Einstellungen › Sicherung lassen sich Server, Verbindungen und Zugangsdaten in eine Datei schreiben.
Der Ordner muss einmal ausgewählt werden — macOS gibt einer App nur den Zugriff auf Ordner, die im Auswahldialog benannt wurden.
Der Schalter Sicherung mit Passwort schützen verschlüsselt die Zugangsdaten. Ohne ihn liegen Passwörter und Schlüssel lesbar in der Datei.
Beim Zurückholen wird ergänzt und aktualisiert, nie gelöscht. Vorhandene Server und Verbindungen werden auf den Stand der Sicherung gebracht, fehlende neu angelegt. Offene Sitzungen der betroffenen Verbindungen werden getrennt.
Es werden die letzten Sicherungen behalten; die ältesten fallen automatisch heraus.
13 — Einstellungen
| Reiter | Inhalt |
|---|---|
| Allgemein | Rückfragen vor dem Löschen, letzte Verzeichnisse wiederherstellen, Fenstergröße und Aufteilung je Verbindung. |
| Verbindungen | Wie viele Sitzungen gleichzeitig offen bleiben, wie viele Terminals je Verbindung. |
| Darstellung | Hell, dunkel oder wie das System. Dreizehn Akzentfarben. |
| Sprache | Dreizehn Sprachen, Umschaltung ohne Neustart. |
| Kurzbefehle | Tastenkürzel selbst vergeben. |
| Textbausteine | Befehle für das Terminal, nach Kategorien geordnet. |
| Sicherheit | Bekannte Hostschlüssel und Zertifikate. |
| Passwort | Programmpasswort und Sperre bei Untätigkeit. |
| Unfertig | Übertragungen, die nachzuholen sind. |
| Sicherung | Sichern und Zurückholen. |
| Logdatei | Protokolldatei ein- und ausschalten, Stufe wählen, ansehen. |
| Info | Version, verwendete Open-Source-Bestandteile, Neuigkeiten. |
Tastenkürzel
Jede Aktion lässt sich mit einem eigenen Kürzel belegen. Feld anklicken, Tasten drücken. Mindestens eine der Tasten Befehl, Wahl oder Steuerung muss dabei sein. Escape bricht ab.
Reagiert eine Kombination nicht, ist sie systemweit von macOS oder einem anderen Programm belegt. Dann hilft nur eine andere.
14 — Häufige Fragen
Die Verbindung scheitert, obwohl die Zugangsdaten stimmen.
Sehen Sie in das Verbindungsprotokoll. Dort steht der Wortlaut der Serverantwort. Bei FTPS über Port 21 muss das explizite Verfahren gewählt sein — also FTPS und nicht der HTTPS-Schalter.
Ein Upload scheitert mit „Forbidden filename“.
Manche Server erlauben im obersten Verzeichnis überhaupt keine Dateien — bei QNAP-Geräten liegen dort nur die Freigaben. Eine Ebene tiefer läuft es.
Der Abgleich schlägt immer wieder dieselben Dateien vor.
Dann liefert der Server keine brauchbaren Zeitstempel. Nach dem ersten Lauf merkt sich FileFerry den Stand, ab dann sollte Ruhe sein. Bleibt es dabei, hilft bei SFTP die Prüfsumme, die ohnehin automatisch greift.
Ein lokaler Ordner lässt sich nicht öffnen.
macOS gibt einer App nur Ordner frei, die im Auswahldialog benannt wurden. Benutzen Sie Ordner wählen in der lokalen Werkzeugleiste. FileFerry merkt sich die Freigabe über den Programmstart hinaus.
Auf dem Server liegt eine Datei mit der Endung .ffpart.
Das ist der Rest einer abgebrochenen Übertragung. FileFerry räumt solche Reste selbst weg; bleibt einer liegen, können Sie ihn gefahrlos löschen.
Wie bekomme ich das Fenster „Neuigkeiten“ wieder?
Unter Einstellungen › Info.